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Advent

Advent: Warten auf das Kommen Christi am 25. Dezember, Zeit der Ruhe und Besinnung. Alle Adventbräuche sind in diesem Sinn zu sehen. Beginn des Advent ist der vierte Sonntag vor Weihnachten.

Die letzten drei Donnerstage sind die „Klöpfelnächte“. Meist als Hirten verkleidete Musikanten ziehen von Haus zu Haus, singen Adventlieder und erhalten nach den verschiedenen Segenswünschen meist Geldspenden für karitative Zwecke. Diesen Brauch gab es schon im 15. Jahrhundert. Als Grundlage dient das Lukasevangelium: Jesus lässt denjenigen, die an seine Pforte klopfen, die Wahl zwischen Berufung (Gutes) und Verwerfung (Böses). Die Verworfenheit kann mit Hilfe von Masken dargestellt werden.

Das „Herbergsuchen“ entstand später als das Anklöpfeln und ist ganz anders zu sehen, wenn es auch oft mit dem Anklöpfeln vermischt wird. Es geht um eine theatermäßige Darstellung, in der Josef und Maria eine Unterkunft suchen.

Beim „Frauentragen“ wurde ein Marienbild im Laufe der Adventzeit so weitergereicht, dass jede beteiligte Familie einen Tag lang das Bild beherbergte. Dieses Weiterreichen erfolgte ähnlich dem Herbergsuchen unter Anklopfen und Singen von Adventliedern. Die letzte Familie behielt das Bild bis zum nächsten Jahr. Leider ist dieser Brauch heute fast verschwunden und nur noch im Tiroler Unterland ab und zu üblich.

Von Mag. Anton Prock

www.tibs.at/weihnachten