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Anbetung der Könige

Bibeltext (nach Matthäus 2,1-12):

>> Der Evangelist Matthäus (Mt. 2,1-12) berichtet von drei Weisen aus dem Morgenland, die in Richtung Jerusalem zogen und nach dem neugeborenen König der Juden fragten. Sie wurden von einem Stern geleitet. Als König Herodes von diesem anderen König der Juden erfuhr, war er in heller Aufregung, sah er doch einen Rivalen in ihm. Er fragte seine Berater und das Volk, wo denn dieser neue König geboren worden sein soll. Sie antworteten, dass Bethlehem der Geburtsort sei, denn schon die alten Propheten hatten auf den neuen König, der über Israel herrschen werde, und auf dessen Geburtsort hingewiesen. Herodes schickte die drei Weisen weiter, und der Stern geleitete sie nach Bethlehem und blieb über der Geburtsstelle Jesu stehen. Die drei Weisen traten ein, fielen vor dem Kind nieder und huldigtem ihm. Sie brachten als Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe mit. In einem Traum wurde ihnen angewiesen, nicht mehr zu Herodes zurückzukehren. <<

Meist hält Maria das Jesuskind auf dem Schoss, die drei Könige eilen huldigend herbei. Oder sie stehen schon um Maria und dem Kind. Fast immer ist der Stern zu sehen. Die Anwesenheit von Hirten und anderen Personen machen das Ereignis zu einem großen Fest. Gerade das Gefolge der Könige kann sehr vielfältig sein. Da gibt es Diener, Soldaten, Kamele, Affen, Hunde, Leoparden usw.

In der Bibel wird nur von den „drei Weisen“ gesprochen, nicht von Königen. Die Kunst stellt jedoch grundsätzlich Könige dar. Diese Könige können Symbolträger sein. Meist handelt es sich um drei Männer, die verschieden alt sind und somit die drei Lebensalter (Jüngling, junger Mann, Greis) verkörpern. Der älteste König kniet oft vor Maria und hat seine Krone abgenommen. Die drei Männer können aber auch als Vertreter der damals drei bekannten Erdteile (Europa, Asien, Afrika) gelten. Ein Hinweis darauf ist, dass einer von ihnen als Mohr auftritt (ab ca. 1480). Die drei Könige sind prächtig gekleidet und bringen ihre Gaben in kostbaren Gefäßen mit.

Sie bringen drei Geschenke mit: Gold, Weihrauch und Myrrhe: Gold gilt als Sinnbild des Königtums, Weihrauch als Sinnbild der Gottheit und Myrrhe als Sinnbild der Leidensgeschichte Christi. Es ist unklar, woher die drei Könige die Namen Caspar, Melchior und Balthasar tragen.

Das Fest der Anbetung der Magier ist am 6. Januar. Man nennt es das Fest der göttlichen Erscheinung Christi vor den Heiden, denn die drei Magier waren Heiden. Ein Fremdwort für diese Erscheinung ist Epiphanie.

Die Bezeichnung C+M+B heißt „Christus mansionem benedicat“ und bedeutet: „Christus segne das Haus“. Sie bezieht sich nicht auf die Namen Caspar, Melchior und Balthasar.


Von Mag. Anton Prock

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