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Darbringung im Tempel

Bibeltext (nach Lukas 2.21-2.24):

>> Acht Tage nach der Geburt wurde das Kind in den Tempel zur Beschneidung und zur Namensgebung gebracht.
Vierzig Tage nach der Geburt durfte Maria nach dem Gesetz des Moses wieder den Tempel betreten. Dem Gesetz nach war jeder erstgeborene Sohn Eigentum des Herrn und musste durch zwei Tauben als Opfer ausgelöst werden. <<

Die Szene spielt in einem Tempel. Josef und Maria bieten Jesus dem alten Priester Simeon dar, der in dem Kind den Erlöser erkennt, ihn in die Arme nimmt und ihn als das Licht preist, das den Menschen Hilfe bringt. Die alte Prophetin Hanna preist ebenfalls das Jesuskind. Maria oder Josef hält meist einen Korb mit zwei Tauben, das vorgeschriebene Reinigungsopfer für eine arme Frau, die gerade geboren hat.

Das Fest wird am 2. Februar gefeiert und als Maria Lichtmess bezeichnet. Schon im10. Jh. war das Fest mit einer Kerzenweihe und einer Lichterprozession verbunden, daher die Bezeichnung „Lichtmess“. Die Begleitpersonen können solche Kerzen tragen. Jesus gilt als das Licht in unserem Leben.

Maria Lichtmess am 2. Februar war früher für die Bauern ein sehr wichtiges Datum, denn es war der Beginn des bäuerlichen Arbeitsjahres. An diesem Tag konnten die Knechte und Mägde ihre Arbeitsstätte wechseln.

Im Volksmund gibt es einen Spruch, der den wachsenden Tag anzeigt. Zu Maria Lichtmess war der Tag schon lang genug, dass das bäuerliche Arbeitsjahr nach den langen Winternächten wieder beginnen konnte. Folgender Spruch zeigt die Zunahme des Tages:

Weihnachten um an Muggnschritt, Neujahr um an Hahnentritt,
Dreikönig um an Hirschnsprung, Lichtmess um a ganze Stund.

Von Mag. Anton Prock

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