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drei könige

Dreikönigstag

Die Kirche feierte über Jahrhunderte den Jahresbeginn an „Epiphanias“ (6. Jänner, Dreikönigstag), an dem Tag, an dem Jesus in den Wassern des Jordans getauft worden sein soll. Sie konnte sich jedoch mit diesem Datum nicht durchsetzen, wenn auch im bäuerlichen Leben der Dreikönigstag bis ins 20. Jahrhundert als festlicher Jahresanfang galt.

Ganz wichtig an diesem Tag war der Kirchgang. Der Pfarrer weihte das Wasser, das die Bauern in die Kirche brachten. Mit diesem „Dreikinigswasser“ wurden nach dem Kirchgang die Felder abgegangen und besprengt, dass alles gut und reichlich gedeihen möge. Gelegentlich wurde auch der Sprengbesen im Stall aufbewahrt, in die Erde gesteckt oder auf einem Baum gehängt.

Am bekanntesten ist wohl das „Sternsingen“, mit dem etwa seit dem 16. Jh. die offiziellen Segenswünsche überbracht wurden. Mit geweihter Kreide wurde C+M+B an die Türen oder Fenster geschrieben, oft fälschlich als Caspar, Melchior und Balthasar – die vermeintlichen Namen der drei Könige – interpretiert. Die drei Buchstaben bedeuten „Christus Mansionem Benedicat“ (Christus schütze dieses Haus). Manchmal malte man nur drei Kreuze auf.

Heute ziehen Jugendliche der Katholischen Jungschar oder Ministranten von Haus zu Haus und sammeln für karitative Zwecke.


Von Mag. Anton Prock

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