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Geburt Christi

Bibeltext (nach Lukas 2.1-2.20):

>> Kaiser Augustus ordnete an, dass alle Bewohner des Landes in ihre Heimatorte zurückkehren mussten, um sich dort in Steuerlisten eintragen zu lassen. Josef und Maria, die ein Kind erwartete, brachen nach Bethlehem auf. Dort schenkte sie einem Sohn das Leben, den sie in Windeln wickelte und in eine Krippe legte, weil sich in der Herberge sonst kein Platz für sie fand.

In der Gegend hielten Hirten in der Nacht Wache bei ihren Herden. Ein Engel erschien ihnen und sprach von der Geburt des Erlösers. Sie sollten das Kind suchen, das in Windeln eingewickelt ist und in einer Krippe liegt. Die Engel berichteten anderen Leuten von dem Ereignis mit dem Engel, suchten das Kind und fanden es in der Krippe. Dann kehrten die Hirten heim und lobten und priesen Gott. <<

Das Geburtsfest Jesu ist das Hauptfest der Christenheit. In den Evangelien wird die Geburt nur sehr kurz erwähnt. Ursprünglich wurde sie am 6. Januar, später dann in Rom am 25. Dezember gefeiert. An diesem Tag beging man im heidnischen Rom den Geburtstag des Sonnengottes. Christus wurde als die „aufgehende Sonne“, als „Sonne der Gerechtigkeit“ gesehen. Heidnische Bräuche waren am Beginn des Christentums vorhanden und wurden vom Christentum übernommen und umgedeutet.

Auf sehr frühen Darstellungen sind neben den in Windeln gewickelten Jesuskind in einem Korb oder in einem Trog nur Ochs und Esel dargestellt. Der Prophet Jesaja (1,3) spricht davon, dass wohl ein Ochse und ein Esel den Herrn und die Krippe kennen, aber das Volk nichts davon wusste. Später kommen dann Hirten, Maria und Josef und verschiedene andere Personen dazu, auch die Heiligen Drei Könige. Die Geburtsszene findet entweder in einer Höhle, in einem Stall oder auch in einer bürgerlichen Stube statt. Josef ist gerne mit verschiedenen Aktivitäten beschäftigt, so etwa mit dem Kochen. Verschiedene häusliche Geräte sind zu finden. Solche Darstellungen geben einen guten Einblick in das Leben, die Gerätschaften, das Mobiliar und die Kleidung der Menschen zu der Zeit, in der solche Bilder entstanden sind. Die Geburt wird alleine kaum dargestellt, grundsätzlich ist das Thema der Anbetung der Hirten damit verbunden.

Von Mag. Anton Prock

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