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Maria Lichtmess

Es geht bei diesem Fest um die Reinigung Mariens, verbunden mit einer Kerzenweihe und einer Lichterprozession. Kerzen waren früher nicht nur eine wichtige Lichtquelle, sondern man traute ihnen dank ihrer Weihung auch magische Kräfte zu. Kerzen brannten ganz selbstverständlich an verschiedenen christlichen Feiertagen, aber auch bei Hochzeiten, Primizen, am Sterbebett und dergleichen.

Zu Maria Lichtmess begannen die ersten bäuerlichen Arbeiten im Freien, langsam ging der Winter zu Ende, der Tag wurde wieder länger. Man muss dies auch mit den Augen der früheren Menschen sehen, die keinen elektrischen Strom hatten. Sehnsuchtsvoll warteten sie auf das Längerwerden der Tage und das Höhersteigen der Sonne.

An diesem Tag konnten die Knechte und Mägde ihre Arbeitsstätte wechseln.

Im Volksmund gibt es einen Spruch, der den wachsenden Tag anzeigt. Zu Maria Lichtmess war der Tag schon lang genug, dass das bäuerliche Arbeitsjahr nach den ausgedehnten Winternächten wieder beginnen konnte. Folgender Spruch zeigt die Zunahme des Tages:

„Weihnachten um an Muggnschritt, Neujahr um an Hahnentritt,
Dreikönig um an Hirschnsprung, Lichtmess um a ganze Stund.“

Von Mag. Anton Prock

www.tibs.at/weihnachten