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Pferd und Kuh beim Weihnachtsshopping

Ein Pferd ging in die Stadt. Es pfiff eine Weihnachtsmelodie vor sich hin. Vor der Telefonzelle machte es halt und rief seine Freundin die Kuh an. Der Bauer ging ans Telefon, sagte Moment, rief die Kuh und gab ihr den Hörer. Das Pferd fragte die Kuh ob sie Lust hätte mit ihm durch die Stadt zu gehen und ein Weihnachtsgeschenk für die Bäuerin und den Bauern zu kaufen. Die Kuh hatte Lust und so verabredeten sie sich vor der Sparkasse. Fast zeitgleich trafen beide dort ein. Sie begrüßten sich herzlich und zogen weiter durch die verschneiten Gassen der kleinen Stadt Richtung Marktplatz. Vor der Apotheke sahen sie ein anderes Pferd mit einem Rezept im Maul, dem war ganz schlecht. Die Kuh nahm schnell das Rezept und löste es in der Apotheke ein während das Pferd das andere Pferd tröstete. Die Kuh gab dem Pferd 20 Tropfen von der Medizin, so wie der Apotheker es geheißen hatte, dem Pferd ging es gleich viel besser. Es bedankte sich und trabte davon. Auf dem Marktplatz drehte sich eine große Weihnachtspyramide. Pferd und Kuh staunten sie mit großen Augen an. Überall waren Buden aufgebaut, es roch nach Punsch und gebrannten Nüssen, das Pferd kaufte von seinem Taschengeld für die Kuh eine Zuckerwatte und für sich einen Bratapfel. Ein Chor sang stimmungsvoll Weihnachtslieder. Sie hielten sich bei den Hufen und lauschten andächtig. An einer Bude sah das Pferd bunte, warme Pudelmützen. Es kaufte eine für seinen Bauern und dazu passend ein Paar warme Fäustlinge und für seine Bäuerin ein Paar mollig warme Hausschuhe. Dann gingen sie weiter. In einem Schaufenster sah die Kuh bunte Gummistiefel. Sie gingen hinein und suchten für die Bäuerin der Kuh ein Paar orangene mit grünen Streifen aus und für den Bauern ein Paar rote mit gelben Klecksen drauf. Die Kuh ließ sie sich als Geschenk verpacken und zahlte mit der Kreditkarte. Anschließend lud sie das Pferd noch in eine Cocktailbar ein. Sie wählte einen Camparie-Orange und das Pferd einen Jägermeister On The Rocks. Als sie die Cocktailbar verließen, sahen sie in den Fenstern viele Schwibbögen leuchten und freuten sich. Sie verabredeten sich für Silvester und machten sich beide auf den Weg auf ihren Hof zurück.

von Sabine Mook