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weihnachtslieder

Was hat wohl der Esel gedacht

Was hat wohl der Esel gedacht, in der heiligen Nacht, als er plötzlich die Fremden sah im Stall? Vielleicht hat er Mitleid verspürt, hat das Bild ihn gerührt und er rückte zur Seite, sehr sozial? Vieleicht aber packte ihn die Empörung, welch eine nächtliche Ruhestörung! „Kaum schlaf ich Esel mal ein schon kommen hier Fremde herein“.

Und dann lag da vor ihm das Kind und er dachte jetzt sind es schon drei, was ist das für eine Nacht?! Da hält mir das Kind doch zu letzt meine Krippe besetzt und er pollterte völlig aufgebracht: „Ich lass ja so manches mit mir geschehen, doch wenn sie mir an mein Futter gehen, ist mit der Liebe vorbei“ – er dachte an Stallmeuterei.

Er wusste ja nicht wer das war, den die Frau dort gebar, hatte niemals gehört von Gottes Sohn! Doch wir wissen alle bescheid und benehmen uns heut noch genau wie der Esel damals schon: Denn Jesus darf uns nicht vom Schlaf abhalten, nicht unsern teuersten Besitz verwalten! Doch wer ihm die Tür auf macht, der hat jeden Tag heilge Nacht!

Einsenderin: Elisabeth Steinklammer