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weihnachtsmarkt

Weihnacht

Mia feian hiatzt die Weihnachtszeit,
die bringt vü Freid fiar vüle Leit.
Da sammüns fest im ganzn Land,
vü Göd fiar Licht ins Dunkl hams banand.
Die Leit, die gebn volla Freid
und volla Dank zua Weihnachtszeit.

In Fernsehn redns an ganzn Tag,
dass etla ham oiwei a Plag.
Sie brauchatn an Betreuung no vü mear,
do föht des Göd dazua oft sear,
Gebts her, was kinnts, sads recht spendabl,
sonst is fiarn ORF das Ergebnis blamabl.

Sie sammün da an alle Eckn,
vor lauta Punsch tuats mih scho reckn.
Do gibt ma gern, ma is net so,
die eigne Gsundheit macht oan froh.
Beruhigt wird a des eigne Gwissn,
wias drinn ausschaut, braucht koana z’ wissn.

Net jedes Elend wird erkannt,
es gibt vastecktes in dem Land.
Bsundas tan die Kinda leidn,
genau so wia in oidn Zeitn.
Sie traman a vom Christuskind,
doch ihre Bitt vawaht im Wind.

Da san a no die Obdachlosn,
die net gern in eahna Innas losn.
Die ham so vüles mitgemacht,
hat `s Christkind was fiar sie gebracht?
Net nua die Red, sie san sölba Schuid,
mia ham ja eh ghabt vü Geduid.

Und übaoi in da Weihnachtszeit
macht sih `s Denga an die Oitn breit.
Sie hockan irgendwo im Heim,
und soitatn heit alloa net sein.
Ma opfert gern a poar Minutn,
besuchts no schnö, die Leit, die gutn.

Dann dengan ma an die im Friedhof draußn,
tuan schnö mit an Gsteckal dort hin sausn,
fiar a Vaterunser ham ma koa Zeit,
dahoam is ois fiar d’ Bescherung bereit.
Da Bam steht scho, des Essn is gricht,
die Kinda woartn mit eahnan Gedicht.

Sie ham des glearnt in die letztn Wochn,
ham ghoifn beim Bacha und beim Kochn.
Ham Wunschzettln gschriebn und außi gebn,
und ham sih gfreit wia nia im Lebn.
Auf sie woart hiatzt a Haufn Zeig,
is des da Sinn da Weihnachtszeit?

Bringt `s Christkind net die gewünschtn Sachn,
da wern ma a langes Gsicht nua machn.
Es zöhlt net, was fiar uns bereit,
des Föhlate vadirbt die Freid.
Mia miassatn do so dankboar sein,
und uns üba jede Kloanigkeit frein.

Do wanns uns z’ guat geht, brennt da Huat,
wann uns a gar nix agehn tuat.
Da schleicht da Udank in unsre Herzn,
es bringt koa Liacht die Weihnachtskerzn.
Lassts uns do wieda zufriedna wern
beim Feiern der Geburt des Herrn.

Es is so schen, net nua so gsagt:
Ih wünsch da guate Feiatag!
Und a vü Friedn in da ganzn Wöt,
besunders dort, wo er grad föht.
Hell leuchten soi des Friednslicht,
a Freid, wann koana den Friedn bricht.

Zündst an in olle eure Herzn
a ganz a große Weihnachtskerzn.
Und sagts Vagötsgott unsam Herrn,
dann wiards a wieda bessa wern.
Wanns tiaf in unsam Herzn brennt,
hat `s Load und `s Ölend boi a End!


Von Peter Bruckmüller